Wofür ist eine integrierte Proptech-Plattform notwendig?

Erläutert Richard Gerritsen, Regional Director European Sales Yardi Systems. „Eine solide Plattform ist dringend erforderlich, um die Möglichkeiten der Datenrevolution für Immobilienunternehmen wirklich nutzen zu können und gleichzeitig alle Anforderungen an mehr Transparenz, Reportings usw. zu erfüllen.“

Als Gerritsen im Jahr 2005 von einem Software-Startup zu Yardi wechselte, beschäftigte Yardi weltweit 350 Mitarbeiter, er war der achte Mitarbeiter in Europa. Heute arbeiten für das Unternehmen des Gründers, Großaktionärs und Vorsitzenden Anant Yardi rund 6.000 Mitarbeiter, von denen in Europa ungefähr tausend Mitarbeiter beschäftigt sind. Von Büros in London, Amsterdam, Mainz und einem großen Produktionszentrum/Backoffice in der rumänischen Stadt Cluj, werden die 275 europäischen Kunden betreut.

Groß und klein
Zu den Kunden gehören kleinere lokale Unternehmen mit einem verwalteten Portfolio von 150 Millionen bis zu Weltkonzernen wie Prologis, CBRE, Cushman & Wakefield, JLL und CBRE Global Investors. Yardi gibt sogar an, dass fünf der zehn größten Immobilienportfoliomanager der Welt Yardi-Software verwenden. Das US-Softwareunternehmen stützt sich dabei auf das globale Ranking verwalteter Vermögenswerte 2018 von INREV, der europäischen Branchenorganisation für nicht börsennotierte Immobilien, und ihrer asiatischen und amerikanischen Schwesterorganisationen ANREV und NCREIF.

Wie hält das Unternehmen mit den rasanten Entwicklungen im PropTech-Markt Schritt? Gibt es eine eigene Abteilung, die alle neuen Angebote verfolgt? Gerritsen: „Das tun wir gemeinsam mit über 2.000 Softwareentwicklern. Außerdem stehen wir im ständigen Dialog mit unseren Kunden und Dachverbänden weltweit. Wir verfolgen die Entwicklungen aufmerksam, sind jedoch kein Mitläufer. Neue Technologien und Konzepte werden intern initiiert und entwickelt. Es werden aber auch Akquisitionen getätigt, um technologische Innovationen zu übernehmen. Der große Unterschied zu anderen Unternehmen besteht darin, dass wir diese Konzepte innerhalb unserer eigenen technologischen Plattform komplett neu schreiben oder weiterentwickeln.“

Forschung und Entwicklung
Laut Gerritsen werden die eigenen Produkte und Dienstleistungen laufend an den neuesten Stand der Technik angepasst. „Als privates Unternehmen – das nicht ständig von übereifrigen Börsenanalysten und Aktionären im Auge behalten wird – investieren wir bis zu 25 % unseres Umsatzes von fast 1 Mrd. USD in Forschung und Entwicklung. Dadurch konnten wir auch ein völlig neues Produkt- und Dienstleistungsangebot entwickeln, das unsere führende Position in der Immobilientechnologie weiter verstärken wird.“

Auf die bitte einen Einblick zu gewähren, antwortet Gerritsen: „Es gibt zum Beispiel Initiativen im Bereich des Energiemanagements, bei denen Sensoren und intelligente Algorithmen für einen geringeren Energieverbrauch sorgen. Auch den gesamten Procure-to-Pay-Prozess, d. h. die gesamte administrative Abwicklung des Einkaufs von Gütern und Dienstleistungen, können wir für unsere Immobilienkunden vollständig automatisieren. Darüber hinaus bieten wir innovative Lösungen, die den Vermietungsprozess von Wohn- und Gewerbeimmobilien in einen Selbstbsteuerungsprozess umwandeln.“

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